Innovative Gewindefertigung im Automobilbau – Ein Beitrag zur energieeffizienten Produktion

Kopton, P.1; Hechtle, D.2, a; Biermann, D.3, b; Liu, Y.3, c; Iovkov, I.3, d

1)
AUDI AG, 85045 Ingolstadt
2)
EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG, Nürnberger Str. 96-100, 91207 Lauf an der Pegnitz
3)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) dietmar.hechtle@emuge.de; b) biermann@isf.de; c) liu@isf.de; d) iovkov@isf.de

Kurzfassung

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Audi AG und der EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG wurde ein innovatives Gewindefertigungsverfahren entwickelt und dieses im Rahmen von experimentellen Untersuchungen am ISF der TU Dortmund untersucht. Die wichtigsten Eigenschaften des „Axialgewindeformen“ genannten neuen Verfahrens sind die kurze Bearbeitungszeit, die eine Reduzierung der Fertigungszeit am Beispiel von 15 M6-Bohrungen von bis zu 65 % ermöglicht und die Auszugsfestigkeit, die auch unter Verwendung von Auszugsschrauben der Festigkeitsklasse 12.9 nachgewiesen werden konnte. Mithilfe innovativer Fertigungsverfahren lässt sich nicht nur Bearbeitungszeit einsparen, sondern auch der bauteilbezogene Energieverbrauch der Werkzeugmaschine reduzieren. Kürzere Taktzeit bedeutet in der Serienfertigung, dass eine geringere Anzahl an Anlagen für die gleiche Ausbringung benötigt wird, wodurch auch das Investitionsvolumen reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden kann.

Schlüsselwörter

Gewindebearbeitung, Prozessentwicklung, Energieeffizienz

Veröffentlichung

In: Spanende Fertigung, 6. Ausgabe, Biermann, D. (Hrsg.), Vulkan Verlag, Essen, 2012, ISBN 978-3-8027-2965-2, S. 321-329