Wärmeeintrag beim Wendeltiefbohren mit Minimalmengenschmierung

Biermann, D.1, a; Iovkov, I.1, b

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) biermann@isf.de; b) iovkov@isf.de

Kurzfassung

Die vorgestellten Untersuchungen zeigen die Komplexität des Tiefbohrens unter MMS hinsichtlich der thermischen Bauteilbelastung auf. Es konnte durch eine systematische Analyse des Vorschub- und des Wandstärkeneinflusses nachgewiesen werden, dass trotz der steigenden mechanischen Belastungen die thermische Last bei höheren Vorschüben verringert werden kann. Bei geringen Wandstärken entsteht aufgrund des geringen für die Wärmeleitung zur Verfügung stehenden Materialvolumens ein Wärmestau, der unter MMS durch die verringerte Kühlleistung verstärkt wird und zu lokalen Temperaturerhöhungen von teilweise ΔT > 50°C führt. Diese und die daraus resultierenden thermischen Bauteilverzüge müssen insbesondere bei dünnwandigen Bauteilen und komplexen Strukturen berücksichtigt werden, um den steigenden Genauigkeitsanforderungen der modernen Produktion gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Wendeltiefbohren, Minimalmengenschmierung, Wärmeeintrag

Veröffentlichung

Ingenieur Spiegel, (2013) 3, S. 20-22