Vergleichende Qualitätsbetrachtung beim Reiben

Biermann, D.1, a; Engbert, T.1, b; Kessler, N.1, c

1)
Institut für Spanende Fertigung, Universität Dortmund, Baroper Str. 301, 44227 Dortmund

a) biermann@isf.de; b) engbert@isf.de; c) kessler@isf.de

Kurzfassung

Vorgaben wie Kosten- und Zykluszeitreduzierung sind in der industriellen Praxis gängige Forderungen, die bei der Optimierung oder Neuauslegung von Bearbeitungsprozessen gestellt werden. Eine Möglichkeit diesen Vorgaben gerecht zu werden, ist der Einsatz von innovativen Werkzeugkonzepten. In diesem Zusammenhang sind unter anderem Kombinationswerkzeuge zu nennen, die entsprechend ihrem Aufbau verschiedene Bearbeitungsschritte in sich vereinen. Das Rationalisierungspotenzial im Vergleich zur konventionellen Bearbeitung wird deutlich, wenn die Zeitanteile für den Werkzeugwechsel und damit verbundene Nebenbewegungen, die gemessen an den gesamten Nebenzeiten in einem durchschnittlichen Fertigungsprozess einen hohen Prozentsatz ausmachen, berücksichtigt werden. Durch den Einsatz von Kombinationswerkzeugen können diese Zeitanteile aufgrund der fehlenden Werkzeugwechselzeiten und reduzierten Nebenbewegungen in der Regel deutlich minimiert werden.

Die Prozessauslegung von Bohrungsfeinbearbeitungsschritten mit Kombinationswerkzeugen unterscheidet sich jedoch in der Auslegung des Vorbohrprozesses vor allem in der Wahl geeigneter Schnittwerte. Durch die Kombination beider Bearbeitungsschritte in einem Werkzeug sind diese nur mit identischen Werten für die Parameter Schnittgeschwindigkeit und Vorschub durchzuführen. Der Vergleich der Bearbeitungsergebnisse von konventionell geriebenen Bohrungen und solchen, die durch den Einsatz einer Bohrreibahle erzeugt wurden zeigt, inwieweit die Kombinationswerkzeuge konkurrenzfähig erscheinen.

Schlüsselwörter

Bohrungsfeinbearbeitung, Kombinationsbearbeitung, Bohren, Reiben, Mehrschneidenreibahlen

Veröffentlichung

VDI-Z. Integrierte Produktion, 149 (2007) 11/12, S. 62-65