CO2-Unterstützung bei der spanenden Bearbeitung - Einsatzverhalten einer CO2-unterstützten Dreh- und Bohrbearbeitung am Beispiel nichtrostender Stähle

Biermann, D.1, a; Weinert, K.1, b; Heilmann, M.1, c

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 301, 44227 Dortmund

a) biermann@isf.de; b) weinert@isf.de; c) heilmann@isf.de

Kurzfassung

Spanende Fertigungsprozesse werden durch einen hohen Werkzeugverschleiß und durch eine unzureichende Spanabfuhr beschränkt. Hinsichtlich des Werkzeugverschleißes, der sich in einer schlechten Bearbeitungsqualität äußert, sind hohe Wirkzonentemperaturen eine bestimmende Einflussgröße. Eine Möglichkeit, die hohen Temperaturen zu reduzieren und das Bruchverhalten der Späne zu verbessern, ist der Einsatz technischer Gase. Bei der Bearbeitung nichtrostender Stähle entstehen durch ihre physikalischen Eigenschaften, vor allem die hohe Verfestigungsneigung, die geringe Wärmeleitfähigkeit sowie die hohe Zähigkeit, hohe thermomechanische Belastungen bei der mechanischen Bearbeitung. Durch die CO2-Kühlung bei der Drehbearbeitung nichtrostender Stähle kann der Werkzeugverschleiß gegenüber einer Trockenbearbeitung, einer Überflutungskühlschmierung sowie einer Minimalmengenschmierung deutlich reduziert und das Bearbeitungsergebnis verbessert werden.

Schlüsselwörter

Drehen, Trockenbearbeitung, innovative Kühlschmierstoffkonzepte, nichtrostender Stahl

Veröffentlichung

In: Stahlzerspanung 2008. Innovative Bearbeitungsverfahren und Trends, 9.6.-10.6. 2008, Kassel, ISBN 978-3-00-024748-4