Zerspanung des Hochtemperatur-Leichtbauwerkstoffs γ-Titanaluminid
Biermann, D.1, a; Kahleyß, F.1, b; Machai, C.1, c
- 1)
- Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 301, 44227 Dortmund
a) biermann@isf.de; b) kahleyss@isf.de; c) machai@isf.de
Kurzfassung
Der Werkstoff γ-Titanaluminid (γ-TiAl) nimmt innerhalb der Titanlegierungen eine Sonderstellung ein. Im Vergleich zu klassischen Titanlegierungen, wie beispielsweise Ti-6Al-4V, enthält dieser Werkstoff neben Titan große Anteile Aluminium, so dass sich das Material aufgrund seiner geringen Dichte als Konstruktionswerkstoff für den Leichtbau anbietet. Neben Zugfestigkeitswerten zwischen Rm = 750 MPa und Rm = 900 MPa weisen γ-Titanaluminide eine hohe Kriech- und Oxidationsbeständigkeit auf und können aufgrund ihres intermetallischen Aufbaus in Hochtemperaturumgebungen in Bereichen bis zu 750 °C eingesetzt werden. In der Automobilindustrie werden derzeit erste Bauteile im Rennsportsegment erfolgreich erprobt. Zur wirtschaftlichen Herstellung von schädigungsfreien Bauteilen durch die spanende Bearbeitung sind Anpassungen der Werkzeuge notwendig, um den schon nach kurzer Eingriffszeit vorliegenden Werkzeugverschleiß zu verringern und den Anstieg der Prozesskräfte zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Leichtbau, Titan, Titanaluminid, Drehen, Prozesskräfte, Werkzeugverschleiß
Veröffentlichung
Ingenieur Spiegel, 3 (2009), S. 6 - 8

